Berlin Blackout
Berlin Blackout
Ich bin eben noch eine Runde gefahren, einfach um mir selbst ein Bild davon zu machen, wie die aktuelle Situation bei uns im Kiez aussieht.
Auf der Hauptstraße ist ein kleiner Abschnitt beleuchtet – so wie sonst auch. Genau dort, wo Aldi, Edeka, die Apotheke und das Seniorenheim liegen.
Ein schmaler Streifen Licht, der fast schon surreal wirkt, wenn man aus den dunklen Nebenstraßen kommt.
Wir wohnen in zweiter Reihe hinter der Hauptstraße und gehören damit zu den Glücklichen, bei denen der Strom inzwischen wieder da ist. Ein paar Meter weiter sieht die Welt aber schon ganz anders aus.
Rechts an der Kreuzung beginnt der Blackout.
Dunkle Straßen, kaum Licht, nur vereinzelte Fenster. Die Polizei fährt Streife, Präsenz zeigen, Ruhe bewahren.
An einigen größeren Kreuzungen wurden bereits mobile Polizeiwachen aufgebaut. Blaulicht, USB-Ladestationen, Fahrzeuge – sichtbar, aber ruhig. Es geht hier nicht um Hektik, sondern um Ordnung und Sicherheit.
Am Bahnhof wird aktuell groß aufgefahren: THW und Polizei sind vor Ort und richten gerade einen leistungsstarken Generator ein. Man merkt, dass im Hintergrund intensiv gearbeitet wird, damit wichtige Infrastruktur weiterlaufen kann.
Was mich am meisten beeindruckt:
Wie nah Normalität und Ausnahmezustand plötzlich beieinander liegen.
Ein paar Meter Licht, dann wieder komplette Dunkelheit.
Ein funktionierender Alltag – und direkt daneben der Ausnahmefall.
noch nicht vorbei